B BMA 2 : Meldeanlage : Brandmeldeanlage 2
Gestern Abend um Viertel vor Elf wurden wir durch unsere ILS Untermain in das Industriegebiet Weyberhöfe alarmiert.
Nur 4 Minuten nach Alarmierung rückte unsere Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) mit der Normbesatzung 1/8 aus. Der Gruppenführer konnte unserer Integrierten Leitstellen Bayerischer Untermain 9 Atemschutzgeräteträger auf dem erstausrückenden Fahrzeug melden! (#Respekt).
Auf der knapp 4-minütigen Anfahrt rüsteten sich 2 Trupps bereits mit Umluft unabhängigem Atemschutz aus, um am Einsatzort sofort eingreifen zu können.
Unser Führungsfahrzeug Florian Sailauf 11/1 (Mehrzweckfahrzeug) übernahm mit unserem Kommandanten Michael Müller (Florian Sailauf 1) die Einsatzleitung und fuhr den Haupteingang der betroffenen Liegenschaft an. Über das Feuerwehrschlüsseldepot konnte das Gebäude unmittelbar betreten werden. An der Brandmeldeanlage wurde der ausgelöste Brandmelder identifiziert. Durch unsere regelmäßigen Orts- & Objektbegehungen konnte der betroffene Bereich unmittelbar erkundet werden.
Parallel fuhr unser HLF 20 über Außenumfahrung in den Innenhof des Betriebes, wo unsere Kräfte von den anwesenden, betrieblichen Brandschutzkräften bereits erwartet und in die Lage eingewiesen wurden.
Bei einem Crashtest wurde ein Lithium-Ionen Batterie so stark beschädigt, dass diese thermisch reagierte.
Das thermische Durchgehen ist eines der größten Risiken bei Kollisionen mit Lithium-Ionen-Batterien. Ein Kurzschluss erzeugt übermäßige Hitze und löst eine Kettenreaktion exothermer Prozesse aus. Dazu gehören die Zersetzung der Festelektrolyt-Grenzschicht (SEI) und die Freisetzung von Sauerstoff aus Kathodenmaterialien. Der schnelle Temperaturanstieg kann benachbarte Zellen entzünden und zu einem kaskadenartigen Ausfall innerhalb des Batteriepacks führen [Quelle: https://www.large-battery.com/.../impact-testing-lithium.../).
Die anwesenden Brandschutzhelfer des Betriebes haben vorbildlich reagiert und den Batteriepack direkt nach der festgestellten Beschädigung in ein vorbereitetes Wasserbad verbracht und somit eine größere Verrauchung und das vollständige Durchgehen aller Batteriezellen in der normalen Umgebung verhindert.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Brandschutzhelfer für ihre sofortiges und umsichtiges Handeln!
Unsere Feuerwehrkräfte kontrollierten die entsprechende Batterie und entrauchten die Crashhalle mittels Überdrucklüfter.
Nach einer Dreiviertelstunde konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden.
Zurück im Feuerwehrhaus reinigten wir die eingesetzten Materialien, tauschten die benutzten Schläuche und stellten unsere Einsatzbereitschaft wieder her.
Der aus der Anfahrt befindliche Kreisbrandinspektor Otto Hofmann (Florian AB-L 2( sowie unsere Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Markt Hösbach mit der Drehleiter konnten die Anfahrt abbrechen und unmittelbar zurück in ihre Unterkünfte einrücken.
Vielen Dank an alle eingesetzten Kräfte seitens der Feuerwehren für die gute Zusammenarbeit.
Ein besonderes Lob möchten wir erneut an das professionelle Handeln der betriebseigenen Brandschutzhelfer verteilen! Top Job!
Für die eingesetzten Kräfte war der Einsatz nach anderthalb Stunden beendet.